Die besten Cloud Gaming Anbieter 2022

Cloud Gaming – der aktuelle Megatrend im Gaming-Bereich ist in aller Munde. Was aber bedeutet das? Im Endeffekt ist es ganz einfach – Cloud Gaming soll Hardware, physische Spiele und lange Downloads überflüssig machen. Ähnlich wie zum Beispiel Netflix für Filme und Serien oder Spotify für Musik werden alle Inhalte – also Games – live aus dem Internet gestreamed, ohne Unterbrechung oder Wartezeit. Der große Unterschied und Vorteil aber liegt in der erwähnten Hardware. Denn wo heute für die neuesten Spiele auch aktuelle und extrem teure Spitzenhardware benötigt wird, reicht beim Cloud Gaming ein einfaches Wiedergabegerät wie ein TV oder ein alter PC und gegebenenfalls der jeweilige Empfänger des Anbieters. Die Spiele selbst laufen dann auf weit entfernen Rechner-Farmen und werden ausschließlich gestreamed. Neue Hardware oder lange Downloads werden also nicht mehr benötigt. Allerdings werden zum Cloud Gaming natürlich sehr schnelle Verbindungen benötigt, unter 5 MBit pro Sekunde ist vernünftiges Spielen im Prinzip nicht möglich.

Die Kunden erwerben also ausschließlich das Recht, die jeweiligen Spiele streamen zu dürfen. Die Konzepte der einzelnen Anbieter sind dabei unterschiedlich. Oft gibt es eine Art Games-Flatrate, welche durch Titel ergänzt wird, welche gekauft werden müssen. Es gibt fünf große Anbieter auf dem Markt, welche die Revolution einläuten wollen.

GeForce Now

Seit Anfang Februar ist GeForce Now offiziell gestartet, nach dem der Dienst jahrelang in einer kostenlosen Beta Phase verfügbar war. Angeboten wird GeForce Now in drei Varianten: Nutzer können sich zwischen einem monatlich 9,99 Euro teuren Abo, einem etwas leistungsstärkeren Abo für 19,99 Euro (exklusiver Zugriff auf RTX 3080-Server) und einer eingeschränkten Gratis-Variante entscheiden. Die kostenlose Version beschränkt die aktuelle Spieldauer auf lediglich eine Stunde. Der Dienst wird von Nvidia angeboten, einem Hardware-Hersteller, welcher eigentlich auf Grafikkarten spezialisiert ist. Geforce Now läuft auf Geräten mit Android, macOS, Windows und dem Nvidia eigenen System Shield TV. Besonders für Mac Spieler ist der Dienst also spannend, da diese normalerweise nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Spielen haben – dies fällt mit dem Cloud Gaming weg. GeForce Now unterstützt bereits über tausende Spiele, darunter Top Titel wie Fortnite oder die Assassin’s Creed Reihe. Ob auch dein Spiel unterstützt wird, kannst du ganz einfach auf dieser Seite herausfinden. Für das System braucht man keine extra Hardware, die Streaming-Software wird einfach auf einem bestehenden System installiert. Dies ist natürlich extrem praktisch. Laut dem Anbieter liegt die mögliche Frame Rate zwischen 60 und 120 FPS, was natürlich auf die eigene Internetleitung ankommt. Schon vorhandene Spiele in einer Steam-, Epic- oder Ubisoft Connect-Bibliothek können mit Geforce Now problemlos genutzt werden. Aktuell ist GeForce Now in Europa und Nordamerika verfügbar. Seit Mitte November kann man GeForce Now dank Web-App (man findet Now deshalb nicht im App Store, sondern der Zugang erfolgt über den Browser Safari oder auch Chrome) auch auf iPhone und iPad nutzen. Damit ist GeForce Now der erste große Cloud-Gaming-Dienst, der auf Apples mobilen Geräten verfügbar ist. LAut Nvidia benötigt das Spiele-Streaming in 1440p und mit 120 fps eine Bandbreite von etwa 42 Mbit/s. Bei einer Spielzeit von einer Stunde, hätte man damit rund 19 GByte verbraucht, eine Internet-Flatrate ist also Pflicht!


PlayStation Now

Der PlayStation Now Dienst ist für die Playstation und den PC verfügbar. Die Spiele lassen sich von der Playstation auf den PC streamen, eine gute Internetverbindung vorausgesetzt. Dies gibt PC Spielern die Möglichkeit, zum ersten Mal die Top-Titel der Playstation auf ihrem PC zu spielen. PlayStation Now ist bereits live und kann für ein Jahr oder monatlich abonniert (und gekündigt) werden. Die Auswahl kann sich sehen lassen. Über 650 Spiele sind bereits in der Bibliothek verfügbar und es werden monatlich neue Titel hinzugefügt. Die vorhanden Spiele reichen von AAA-Blockbustern wie Red Dead Redemption oder Mafia 3 über exklusive PS-Titel wie Bloodborne bis hin zu Indie-Perlen und kleineren Titeln. Alle Spiele können außerdem auf die Playstation 4 Festplatte heruntergeladen werden, um diese auch offline zu spielen. Dies ist ein großer Vorteil der Plattform, denn auch das Internet kann ausfallen, was bei Cloud Gaming ein großes Problem darstellt. Außerdem sind so die maximale Auflösung von 4k (bei unterstützten Spielen sind es 1080p) und maximale Frames pro Sekunde garantiert. Die Spiele können so lange gespielt werden wie man möchte, es gibt keine zeitliche Begrenzung, nach welcher man sich neu anmelden muss oder ähnliches. Mit einer einwöchigen Testversion können interessierte Spieler erstmal prüfen, ob das Angebot der richtige Streaming Dienst ist.


Google Stadia

Der Suchmaschinen-Gigant Google betritt mit Google Stadia die Gaming Bühne. Der Dienst ist seit November 2019 für Vorbesteller verfügbar, währen die Standard Version für 2020 angekündigt wurde. Allerdings verlief der Start von Stadia im November durchaus holprig. Viele angekündigte Features, wie beispielsweise das „State Share“, also der Verlinken auf bestimmte Spielsituationen, waren zum Start nicht vorhanden. Auch über technische Schwierigkeiten klagten erste Stadia-Tester, Die Games laufen dabei auf den Google-Servern und werden an die Endgeräte der Kunden gestreamed. Google kombiniert ähnlich wie andere Anbieter ein monatliches Abo mit kostenpflichtigen Einzel-Spielen. Spiele werden monatlich hinzugefügt werden, allerdings ist die Bibliothek sehr übersichtlich. Wer neue Spiele auf Stadia kauft, muss in den meisten Fällen den Normalpreis bezahlen, welcher zwischen 50 und 70 Euro liegt. Schon gekaufte Spiele, die man auf einer anderen Plattform erworben hat, können unter Stadia leider nicht genutzt werden. Dafür können die auf Stadia direkt gekauften Spiele jedoch immer und überall in 1080p gestreamed werden, ohne teure und sperrige Hardware herumzuschleppen.

Nachdem Stadia weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, kündigte Google im Rahmen des Google for Games Developer Summits 2022 eine Neuausrichtung der Plattform an. Stadia soll nun sich öffnen und vermehrt als Plattform für Spiele-Demos eingesetzt werden. Außerdem soll die Streaming-Technik als White-Label-Produkt an andere Unternehmen vermarktet werden. So soll man bei Google Stadia Demo-Versionen von Spielen im Stream schnell ausprobieren können, ohne dabei mit einem Google-Account angemeldet oder gar ein Abo abgeschlossen zu haben müssen.


Microsoft Xbox Cloud Gaming

Das Xbox Cloud Gaming (früher unter dem Namen xCloud bekannt) ist Microsofts Antwort auf Googles Stadia. Vorgestellt wurde das Projekt auf der E3 2019 in einem sehr kurzen fünf Minuten-Slot. Gegenüber t3n erklärt Florian Liewer, Director Xbox Gaming im deutschsprachigen Raum: Gaming in der Cloud ist eine Erweiterung, eine zusätzliche Option für alle Spieler da draußen“. Microsoft ist also im Bereich des Cloud Gamings demnach erst einmal zurückhaltend unterwegs. Die damalige xCloud funktionierte ähnlich wie Playstation Now. Benötigt wird laut Microsoft ein mobiles Gerät. Offiziell unterstützt werden dabei iPhones, iPads, Windows Geräte, wie Surface-Geräte, oder auch Smart TVs. Generell ist das Xbox Cloud Gaming aber auch auf der Xbox Konsole, auf Android-Geräten oder Windows 10-Geräten möglich. Einen Einblick in die Browserversion gibt es auf dem IT-Blog The Verge.

In einem Blogbeitrag im Juli 2020 kündigt Microsoft an, dass der eigene Cloud-Gaming-Dienst Project xCloud an das eigene Spieleabo Xbox Game Pass gekoppelt wird. Wer also Kunde des Xbox Game Pass Ultimate schon ist, wird ohne Aufpreis auch den Cloud-Gaming Dienst nutzen können. Wer allerdings kein Abonnement des Game Pass Ultimate ist, der schaut erst einmal in die Röhre. Zum Marktstart kann man xCloud nicht separat buchen können.

Im Zuge der E3 2021 kündigte Microsoft einen eigene Streaming-Stick für den Cloud-Dienst xCloud an. Auch arbeite das Unternehmen daran, die xCloud direkt auf zahlreiche Smart TVs zu installieren. In diesem Fall würde ein Stick nicht mehr benötigt. Bis wann es soweit ist, gab Microsoft aber nicht bekannt.

Konnte man zu Beginn nur Spiele des Xbox-Abos streamen, erweitere Microsoft inzwischen den Umfang. So sollen nun auch Spiele mit Xbox Cloud Gaming gestreamt werden können, die außerhalb des Xbox Game Pass erworben wurden. Dies kündigte Microsoft in einem Blog-Beitrag im Juni 2022 an. Welche Spiele das genau sind, ist allerdings nicht bekannt, da bisher noch keine Liste veröffentlicht wurde. Microsoft spricht nur von „ausgewählten Spielen“.


Vortex

Vortex ist ein im Vergleich zu den anderen Anbietern eher kleiner Anbieter, was jedoch nicht heißt, dass die Auswahl an Titeln schlechter wäre. Über 100 beliebte Games wie Fortnite, Apex Legends, Teamfight Tactics oder League of Legends stehen zum Streamen bereits zur Wahl. Aber auch große Singleplayer Titel wie Witcher 3 oder Shadow of the Tomb Raider sind in der Bibliothek vorhanden. Mit einem monatlichen Abo werden 50 Spielstunden erworben. Für Vielzocker ist dies sicherlich zu wenig, für den normalen Hobbyspieler aber ausreichend, auch wenn andere Anbieter hier die Nase vorn haben. Einige Spiele wie zum Beispiel GTA V müssen allerdings auf Steam erworben werden, bevor sie über Vortex spielbar sind. Mit Vortex lassen sich die Titel aber auch auf anderen als den eigentlich vorgesehenen Plattformen spielen, so kann beispielsweise Counter-Strike auf Android gespielt werden. Wie alle anderen Anbieter stellt auch Vortex die benötigte Hardware, sodass kein Highend-Rechner mehr benötigt wird. Mit eigenen Apps für mobile Plattformen können sogar Controller emuliert werden. Auf der offiziellen Vortex Homepage gibt es einen Ping Test welcher zeigt, ob die eigene Internet Geschwindigkeit für das Cloud Gaming mit dem Anbieter ausreicht.


Shadow

Auch der Anbieter Shadow (ehemals Blade Shadow) besitzt ein Cloud Gaming-Angebot, welches bereits seit einiger Zeit auf dem Markt ist. Wie bei allen Anbietern sollen bei entsprechender Leitung 4k und 60 FPS erreicht werden. Shadow bietet ein monatliches Abo an, das mit Upgrades erweitert werden kann (mehr Speichplatz oder mehr Power). Shadow verfolgt jedoch ein anderes Konzept als die anderen Anbieter, denn es wird keine Spiele Datenbank abonniert, sondern ausschließlich ein kompletter Rechner, aber eben in der Cloud. Damit lässt sich ein alter PC in eine brandneue Gaming Maschine verwandeln, welche nicht mehr mit neuer Hardware geupdated werden muss. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es können alle eigenen Spiele gespielt werden, egal ob bereits erworben oder zukünftige Käufe. Der Nutzer ist also nicht vom Angebot eines bestimmten Anbieters abhängig, sondern kann jedes verfügbare Spiel nutzen. Außerdem ist es beispielsweise auch möglich, Spiele-Mods zu installieren oder die gemietete Hardware für andere Einsatzzwecke, wie z.B. die Bild- bzw. Videobearbeitung, zu nutzen. Damit grenzt sich die Firma klar zu den anderen Diensten ab und ist vor allem für Vielspieler interessant, welche ihre Hardware immer auf dem neuesten Stand haben wollen, ohne dauernd die neueste Hardware kaufen zu müssen. Das System funktioniert sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac, Smartphones, Tablets, dem Smart TV und selbst VR. Es kann problemlos zwischen diesen Geräten gewechselt werden.


Project Atlas

Im Vergleich zu den anderen Cloud Gaming-Anbietern liegt EA mit dem eigenen Angebot: „Project Atlas“ noch weit hinten. Im Oktober 2018 kündigte Ken Moss, Chief Technology Officer bei Electronic Arts, Project Atlas offiziell an. Rund ein Jahr später erfolgte im September 2019 dann die ersten Tests. So konnte man bei einem offenen Test für zwei Wochen beispielsweise die Spiele EA Sports‘ Kick „FIFA 19“, der Shooter „Titanfall 2“, das Rennspiel „Need for Speed Rivals“ sowie der Puzzle-Plattformer „Unravel“ in der Cloud ausprobieren. Während die Testphase nur für den PC stattfand, soll der Cloud-Streaming-Dienst auch auf weitere Plattformen (darunter Smartphones, Tablets und auch Smart-TVs) ausgeweitet werden. Seit dem letzten Test gibt es allerdings keine weitere Informationen zu Project Atlas. Auch der offizielle Starttermin ist bisher noch offen.


Amazon Luna

Im September 2020 stellte Amazon seine Cloud Gaming-Plattform Luna vor. Dies war auch der Startschuss für die Beantragung des Early Access in den USA. Der Startpreis lag bei 6 US-Dollar im Monat und soll so Zugriff auf eine Reihe von Spielen auf allen möglichen Geräten mit einem Display ermöglichen. Im Vergleich zu den anderen Cloud Gaming Anbietern will Amazon aber vor allem die Infrastruktur für Cloud Gaming bereitstellen. Die eigentlichen Inhalte, also die Spiele, sollen von den Spielestudios selbst kommen. Spieler subscriben auf einer monatlichen Basis in individuelle Channels, die jeweils ihre eigene Game-Bundels enthalten. Im März 2022 machte Amazon Luna schließlich für alle US-Einwohner öffentlich und fügte kostenlose Spiele für Prime-Mitglieder hinzu. Wann Amazon Luna auch für Deutschland startet ist bisher nicht bekannt. Mehr Informationen zu Amazon Luna gibt es unter: https://www.amazon.com/luna/landing-page


Blacknut

Blacknut Cloud Gaming Anbieter

Wer Cloud-Gaming mit einer echten Spiele-Flatrate kombinieren möchte, der sollte sich einmal den Cloud Gaming-Dienst Blacknut genauer anschauen. Laut eigenen Angaben warten hier rund 500 Spiele für die ganze Familie in der Cloud.  Schaut man sich einmal dann den Spielekatalog genauer an, wird man nach Triple-A Titeln vergeblich suchen. Man findet viele Casual-Games und Indie-Games wieder, die aber natürlich genauso viel Spaß machen. Zwar fehlen damit die Top-Titel, dafür kommen auch wirklich keine Kosten mehr auf den Spieler hinzu. Benötigt wird eine Verbindung mit 6 MB/s bzw. 4G und es lassen sich bis zu fünf separate Konten einrichten. Damit lässt sich Blacknut wirklich ein wenig mit Netflix vergleichen. Nur eben für Spiele und leider ohne die ganz großen Blockbuster.


Magenta Gaming Cloud Gaming Anbieter

Eingestellt: Magenta Gaming

Wer beim Cloud Gaming auf einen deutschen Anbieter setzen möchte, konnte dies mit Magenta Gaming von der Deutschen Telekom tun. Vorgestellt wurde die Cloud Gaming Plattform im Vorfeld der gamesgom im August 2019. Seit dem 24.08.2019 war Magenta Gaming in der Beta-Phase, wobei man nur als Telekom-Kunde sich am Dienst anmelden kann. Nach knapp anderthalb Jahren verkündete dann die Telekom im Januar 2022 die Einstellung des Cloud Gaming-Dienstes. Die Nachfrage sei hinter der Erwartung zurückgeblieben. Am 26. Februar sollen alle Abos auslaufen, Kundinnen und Kunden sollen am 25. Januar per Mail informiert werden. Ganz überraschend kommt die Aufgabe des Dienstes nicht. Im Vergleich zu den anderen hier aufgeführten Cloud Gaming-Anbietern hatte die Telekom nur ein schwaches Spieleangebot. So nannte sie selbst unter anderem Spiele wie „Garfield Kart“, „Asterix und Obelix: XXL3“ oder „Police Helicopter Simulator“ als Highlights des Abo-Portfolios – eine Aussage die für sich selbst spricht.


Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend werden einige der am häufigst gestellten Fragen rund um Cloud-Gaming Anbieter noch einmal kompakt beantwortet.

Wie schnell muss das Internet für Cloud-Gaming sein?

Google gibt als Mindestgeschwindigkeit beispielsweise 10 MBit die Sekunde an. Das reicht allerdings erfahrungsgemäß nur für eine 720p-Auflösung. Wer mehr will, der braucht beispielsweise für 1080p zwischen 15 und 25 MBit/s. Für 4k sollte die Internetgeschwindigkeit hingegen mindestens 35 MBit/s betragen.

Wichtig ist bei der Internetgeschwindigkeit aber nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit ansich, sondern auch deren Stabilität. Schwankungen sollten vermieden werden, da sonst ein flüssiges Spielen nahezu unmöglich ist. Im Gegensatz zu Video-Streaming-Dienste können Cloud-Gaming-Dienste die Inhalte nicht vorpuffern (vorladen).

Welcher Cloud-Gaming Anbieter ist der beste?

Diese Frage kann man leider nicht klar mit einer Antwort beantworten, da hier verschiedene Faktoren eine Rolle spiele. Hier in diesem Artikel haben wir aber schon einmal die besten Cloud-Gaming Anbieter vorgestellt, sodass man diese noch einmal selber testen kann.

Mit welcher Latenz muss man beim Cloud-Gaming rechnen?

Unter der Latenz versteht man die Verzögerung zwischen Tastendruck und der auf dem Bildschirm sichtbaren Reaktion. Die Computerzeitschrift c’t testete in ihrer Ausgabe 26 vom 7.12.2019 verschiedene Cloud-Gaming-Dienste und konnte beispielsweise bei Google Stadia mit Chrome in einer ersten Stichprobenmessung eine zusätzliche Latenz von 50 bis 95 Millisekunden im Vergleich zu einem lokal laufenden Spiel feststellen. Mit einer Verzögerung von rund 120 Millisekunden lag der Wert aber vergleichbar mit einem Latenzwert, wenn man das Spiel auf einer Spielekonsole spielt. Für die anderen Dienste konnten die Tester der c’t für Shadow einen Wert von 20 bis 90 Millisekunden zur Grundlatenz des Computers ermitteln, während es bei PS Now unter Windows noch einmal ein bisschen mehr war.

Deine Meinung ist gefragt

Was ist deiner Meinung nach der beste Cloud-Gaming Anbieter? Schreibe in die Kommentare deine Erfahrungen mit den unterschiedlichen Anbietern!

Artikel wurde veröffentlicht am 02.11.2019, zuletzt aktualisiert am 31.08.2022.

13 Kommentare

  • Lars

    Cool Übersicht der Cloud Gaming Anbieter. Google Stadia ist gerade kostenlos. Man bekommt wegen Corona zwei Monate von Google Stadia Pro umsonst. Aber ACHTUNG: Bei der Registrierung muss man Zahlungsdetails hinterlassen und wenn man nicht rechtzeitig kündigt, dann verlängert sich das Abo automatisch und man zahlt die regulären 9,99 Euro pro Monat.

  • Stephan

    Weshalb fehlt in solchen Übersichten eigentlich immer blacknut.com?

    Ist das einzige Angebot, welches sich wirklich mit Netflix vergleichen lässt, da sämtliche Spiele(gemäss Website über 500) im Katalog auch ohne weitere Lizenzen gestreamt werden können.

  • Hi Stephan,
    vielen Dank für den Hinweis. Ich habe Blacknut nun auch mit aufgenommen. Wahrscheinlich fehlt der Dienst oft in solchen Cloud Gaming-Anbieterübersichten, da man hier die wirklichen Top-Titel vergeblich sucht. Der Dienst spricht damit dann doch noch einmal eine ganz eigene Zielgruppe an. Aber korrigiere mich gerne, falls ich hier falsch liege.

    Beste Grüße
    Christian vom Gaming Magazin

  • Michael

    Ist der Artikel tatsächlich aus Juni 2021? Bei Geforce Now können seit dem Frühjahr 2020 weder battlenet Spiele aus der eigenen Bibliothek noch PUBG gespielt werden.

  • HI Michael,
    der Artikel stammt ursprünglich vom 02.11.2019, ich aktualisieren diesen aber immer und das letzte Update war im Juni 2021. Leider kann ich nicht immer alle Änderungen checken, deswegen vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

    Viele Grüße
    Christian vom Gaming Magazin

  • DragonMan76

    Wenn ich meinen Senf mal dazu abgeben darf!
    Stadia ist von vornherein kostenlos und man braucht nur eine gmail Adresse zum registrieren.
    Wer den Dienst testen möchte kann folgende Spiele kostenlos dazu nutzen: Crayta – Starterausgabe, Destiny 2, Hitman – Free Starter Pack und Super Bomberman R Online.
    Die weiteren Spiele müssen wie auch bei jeder Konsole oder PC gekauft werden.
    Was das Abo angeht. Durch das Pro Abo hat man bessere Auflösung und bekommt meistens 4 Spiele im Monat zum freischalten. Diese kann man dann solange spielen, solange man das Pro Abo gebucht hat.
    Der Vorteil dabei ist, dass wenn man das Abo aussetzt und es dann wieder dazu bucht, die Spiele am selben Speicherpunkt weiter spielen kann.
    Ich habe zu oft den Irrglauben gelesen Stadia würde von vornherein was kosten.
    Ich hoffe ich konnte etwas aufklären.

    Gruß DragonMan76

  • Unbekannt

    Aber muss man sich jetzt je nachdem was man spielen will immer wieder bei einem anderen Anbieter anmelden? Das wäre auf jeden Fall ein Kritikpunkt.

  • Ja das ist wie bei dem Filme-Streaminganbieter. Je nach dem wo der Film gerade ist, muss man entweder Kunde von Sky, Netflix, Disney oder Amazon sein. Das ist leider der Nachteil, wenn es mehrere Cloud Gaming Anbieter gibt. Außer man hat die Spiele selbst gekauft, dann kann man es auf mehreren Plattformen der Cloud Gaming Anbieter spielen, wenn sie dieses System anbieten.

  • Elyssa

    MagentaGaming is not only for Telekom customers :). Any customer can subscribe. It’s well priced for the amount of games they offer. You can also purchase additional games like Pizza Connection, which is a great game I recommend.

  • Parent

    Bringt doch mal Infos für Eltern rein, die keine Gaming/Tech Nerds sind (und auch sein wollen)
    Z. B. Bieten die Anbieter gute Möglichkeiten Spielzeiten zu konfigurieren?

  • Hallo Parent,
    interessanter Punkt, aus der Sicht habe ich es ehrlich gesagt noch nicht betrachtet. Da ich selbst kein Vater bin, welche Punkte wären denn für Eltern noch wichtig, außer den Punkt den du schon gebracht hast?

    Beste Grüße
    Christian

  • Marc

    Altersfreigaben wären ein wichtiges Kriterium.

  • Gruenbaer

    Hinsichtlich parental control hätte ich ein paar Punkte.
    Jedes Kind muss seinen eigenen Zugang haben.
    – einstellbare Spielzeit pro Kind.
    – einstellbare Spielzeiten pro Tag samt Tageszeiten pro Kind
    – Freigabemöglichkeiten pro Spiel, oder auch eine Positivliste.
    – Reports zu Spielzeiten pro Kind.
    Ganz geil wäre eine Kopplung an Aufgaben, freigegeben oer App.
    Kind erledigt eine Aufgabe, z.B. aufräumen, Hausaufgaben, etc., meldet es aus dem Dienst heraus, es bimmelt bei mir in der App und ich gebe extra Spielzeit frei. Siehe Screentime.
    Nutzten es nur 1 Jahr, seitdem werden die damals dort angelegten Aufgaben immer noch ohne oder kaum Murren erledigt. Hausaufgaben, Kaffee kochen, Frühstück machen, abräumen, Wäsche waschen, zum Bäcker gehen, um nur einige zu nennen. Screentime ist halt nur für Handynutzung/spiele.

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