Die besten Steam-Alternativen 2019

Die besten Steam Alternativen

In letzter Zeit rückte der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Games-Plattformen auf dem PC immer wieder in den Vordergrund. Steam, der Marktführer und die weltweit größte Gaming-Plattform, lieferte sich dabei eine starke Auseinandersetzung mit Epic Games, die nun eine eigene Plattform, den Epic Games Launcher, starteten. Viele Premium-Titel sind nun exklusiv auf dem Epic Games Launcher verfügbar, was zu großem Unmut bei vielen PC-Spielern geführt hat. Doch welche anderen Konkurrenten hat Steam noch? Und welche Spiele werden auf diesen Plattformen angeboten? Im folgenden Text werden die wichtigsten Steam Alternativen vorgestellt.

Uplay

Wer an Ubisoft denkt, dem kommt wohl sofort eine Spiele-Reihe in den Sinn: Assassin’s Creed. Das Franchise erfreut sich nach den neuen Erscheinungen „Assassin’s Creed: Origins“ und „Assassin’s Creed: Odyssey“ wieder großer Beliebtheit, nachdem die Serie einen Durchhänger erlebte.

„Assassin’s Creed II“ war es, das Ubisoft dazu bewog, eine eigene Spiele-Plattform zu eröffnen. Mit dem Release des Spiels im Jahr 2009 wurde auch das Uplay Netzwerk gelauncht, offiziell wurde der Launcher am 3. Juli 2012 freigeschaltet.

Eine Besonderheit von Uplay sind die „Actions“, die Spieler auf der Plattform abschließen können. Wer bestimmte Erfolge in einem Spiel erreicht, kann mit Credits belohnt werden. Die sind an das Spiel gebunden und können Zusatzinhalte freischalten.

Mittlerweile gibt es auf der Plattform keinen Online-Zwang mehr, der wurde 2012 aufgehoben.
Neben der „Assassin’s Creed“-Reihe gibt es auf Uplay bekannte Spiele wie „Anno“, „Far Cry“, „Just Dance“, die gesamte „Tom Clancy“-Reihe, „Watch Dogs“ und „The Crew“.

Origin

Am 3. Juni 2011 veröffentlichte die Videospiel-Firma Electronic Arts ihre eigene Plattform: Origin. 2013 erschien eine Version für den Mac, heute hat Origin über 100.000.000 User. Ähnlich wie bei Uplay, wo Ubisoft-Spiele die Auswahl dominieren, sind auf Origin fast nur Spiele von EA zu finden.

Eine besondere Funktion von Origin ist Origin Access. Hier können Nutzer gegen eine monatliche Summe ein Abonnement der Plattform erwerben, was ein paar Vorteile mit sich bringt. Für 3,99€ im Monat erhalten Abonnenten früher Zugriff auf neue Spiele und erhalten einen Rabatt von 10% auf neue Einkäufe.

Wie die Gründerfirma EA war auch Origin in den letzten Jahren in einige Kontroversen verwickelt. So wurden bestimmte Spiele von mit Origin in Konkurrenz stehenden Plattformen wie Steam entfernt, Nutzer wurden fälschlicherweise gesperrt und in Deutschland verletzen die AGBs laut Medienrechtlern mehrere deutsche Gesetze.

Auf Origin können Spiele der „Battlefield“-Reihe, der „FIFA“-Reihe, der „Dragon Age“-Reihe, „Need for Speed“, „Die Sims“, „Mass Effect“, „Titanfall“, „Star Wars Battlefront“ und einige mehr erworben werden.

GOG

GOG, was für Good Old Games steht, ist eine Spiele-Plattform, die als Tochterunternehmen der Firma CD Projekt, einem polnischen Entwicklerstudio, gegründet wurde.

Eine wichtige Strategie der Plattform ist der DRM-freie Verkauf von Spielen. Das bedeutet, Spiele sind nicht kopiergeschützt und können auf andere PCs kopiert werden. Damit nimmt GOG unter den Spiele-Plattformen eine einzigartige Stellung ein.

In Einklang damit restauriert GOG viele ältere Spiele, damit diese mit neuen Betriebssystemen und Hardware-Komponenten kompatibel sind. Zudem setzt GOG bei neuen Spielen auf viele Indie-Entwickler, die bereit sind, ihre Spiele ebenfalls DRM-frei auf der Plattform anzubieten, da viele große Entwickler diese Art des Verkaufs ablehnen. Der Client für die Plattform heißt GOG Galaxy und setzt ebenfalls auf DRM-freie Einkäufe.

Bei GOG haben Nutzer außerdem ein 30-tägiges Rückgaberecht, falls es bei dem gekauften Spiel zu Problemen kam oder falls das Spiel in dieser Zeit noch nicht gespielt wurde.
Mittlerweile werden auch Mac und Linux unterstützt.

Spiele, die auf GOG Galaxy erworben werden können, sind unter anderem: die „The Witcher“-Reihe von Gründerfirma CD Projekt, ältere „Elder Scrolls“- und „Fallout“-Titel, „Stardew Valley“, „Risen“, „Shovel Knight“ und ältere Perlen der Videospiel-Geschichte wie „Monkey Island“.

Battle.net

Was für Ubisoft Uplay und für EA Origin ist, das ist für Blizzard Battle.net. Die Plattform nahm ihren Anfang als Chatfunktion im ersten „Diablo“-Spiel, was 1996 veröffentlicht wurde.

Zunächst konnten sich hier User lediglich als Freunde hinzufügen und miteinander über das Programm den Kontakt halten, doch Blizzard erkannte das Potential einer eigenen Plattform.
Mit dem Release von „Diablo II“ wurde Battle.net in seinen Funktionen erweitert. Battle.net musste nun als Client-Software genutzt werden, das Spiel selbst wurde auf den Servern von Blizzard gespielt.

2013 wurde der Battle.net Launcher vorgestellt, welcher der heutigen Version noch sehr ähnlich ist. Sämtliche Blizzard-Spiele standen ab jetzt auf der Plattform zur Verfügung, in einem eingebauten Store können zudem Zusatzinhalte für die oft Grind-lastigen Blizzard-Titel gekauft werden.

2012 kam es auf der Plattform zu einem großen Hackerangriff, viele Accounts waren betroffen. Daraufhin wurde Blizzard in den USA verklagt, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung.

Blizzard bietet auf Battle.net Titel wie „World of Warcraft“, „Hearthstone“, „Diablo“ und „Star Craft“ an. Auch „Call of Duty: Black Ops 4”, ein Spiel des Blizzard-Partners Activision ist dort verfügbar.

Epic Games Store

Der Epic Games Store ging aus dem Spiele-Hersteller Epic Games hervor, der zuletzt durch die Popularität des Battle-Royale Spiels „Fortnite“ einen riesigen Erfolg feiern konnte. Das Unternehmen wurde so schlagartig zu einem der wichtigsten Hersteller auf Steam, da viele der Nutzer nur wegen „Fortnite“ auf Steam aktiv waren. Als Valve, das Gründerunternehmen von Steam, den eigenen Gewinnanteil an über die Plattform verkaufte Spiele auf 30% erhöhte, stimmte Epic Games der neuen Aufteilung nicht zu.

Im Dezember 2018 kündigte Epic Games deshalb den Epic Games Store an, der DRM-frei und mit einem Gewinnanteil von 12% operieren soll. Große Publisher wie Ubisoft gaben daraufhin bekannt, zukünftig auch Titel im Epic Games Store anzubieten.

Viele Nutzer kritisierten den Epic Games Store daraufhin, oft wurde auch behauptet, Nutzerdaten würden über den chinesischen Anteilseigner Tencent an die chinesische Regierung verkauft werden. Epic Games weist dies zurück.

Neben „Fortnite“ hat der Epic Games Store noch folgende Spiele zu bieten: die „Metro“-Reihe, „Dauntless“, „Heavy Rain“, „Detroid: Become Human“, „Rollercoaster Tycoon“ und viele weitere Titel.

Humble Store

Der Humble Store unterscheidet sich von den anderen hier vorgestellten Plattformen durch seine Verkaufsform. Anstatt Spiele einzeln anzubieten, besteht das Angebot des Humble Stores aus Spiele-Bündeln, die mehrere Produkte kombinieren. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Produkte zu erwerben, doch die Bündel bieten meist ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei den Bündeln gibt es ein Pay-What-You-Want-Modell, was bedeutet, dass der Käufer auch nur einzelne Bestandteile des Bündels kaufen kann, wodurch sich der Preis des Bündels natürlich reduziert. Neben Spiele-Bündeln werden im Humble Store auch andere Software-Pakete wie Bildbearbeitungsprogramme angeboten.

Am Ende jedes Einkaufs ist es zudem möglich, durch einen festgelegten Anteil des Einkaufspreises und durch freiwillige Spenden gemeinnützige Organisationen zu unterstützen.
DRM-freie Spiele sind beim Humble Store ebenfalls Teil der Philosophie. Der Store wurde ursprünglich von Jeff Rosen, dem Geschäftsführer von Wolfire Games entwickelt. Zu Beginn wurden vor allem Indie-Titel in die Bundles mit eingebaut, doch auch viele bekannte Publisher bieten mittlerweile Spiele auf der Plattform an. Manche, wie EA, lassen dabei sogar alle Einnahmen an gemeinnützige Organisationen ausschütten.

„Fallout“, „No Man’s Sky”, “GTA V”, “Age of Empires” und “Skyrim” sind nur einige bekannte Beispiele für Produkte, die im Humble Store angeboten werden.

Gamersgate

Gamersgate zieht seine Relevanz vor allem aus der Tatsache, dass für das Spielen von auf der Plattform erworbenen Spielen kein extra Client mehr nötig ist. Damit unterscheidet sich Gamersgate von großen Konkurrenten wie Steam oder Origin, wo der Nutzer an eine Plattform gebunden ist.

Außerdem vertritt auch Gamersgate die Ansicht, dass Spiele DRM-frei verkauft werden sollen. Spiele können also problemlos zwischen PCs oder Accounts transferiert werden, um den Nutzer eine bessere Nutzungserfahrung zu bieten.

Gegründet wurde die Plattform 2006 vom schwedischen Videospiel-Studio Paradox Interactive. Ursprünglich wurden dort nur die eigenen Spiele vertrieben, in seiner 13-jährigen Existenz ist Gamersgate aber Partnerschaften mit großen Publishern wie EA, Ubisoft und 2K Games eingegangen, um deren Spiele auf die Plattform zu bringen.

So kann Gamersgate im Store Titel von Ubisoft, wie „Assassin’s Creed“, und vielen weiteren Publishern anbieten. Andere Titel auf der Seite sind unter anderem „GTA V“, „Hitman“ und „Borderlands“.

Deine Meinung

Nun ist deine Meinung gefragt? Nutzt du einer dieser Steam-Alternativen? Falls ja, welche gefällt dir am besten? Oder fehlt gar eine Steam-Alternative? Dann schreib sie jetzt in die Kommentare, wie sind sehr gespannt darauf!

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