Assassin’s Creed Odyssey Test

Assassin’s Creed Odyssey Test

Assassins Creed Odyssey entführt den Spieler in das antike Griechenland. Die Grafiken und Designs sind einzigartig und es wird eine einzigartige Kulisse geschaffen mit unzähligen Aufgaben und Aktivitäten. Der Kampf hat die gleiche Tiefe wie sein Vorgänger, Assassins Creed Origins. Spiele können hier auch die Wände hochklettern und über Dächer springen. Allerdings erinnert das Spiel nur noch etwas an das originale Assassins Creed-Spiele. Mit der Einführung der Assassins Creed Reihe waren die Spielweise, Parkour und das Kampfsystem einzigartig. Die Wendungen des Open-World-Designs gaben der Serie ihren eigenen einzigartigen Touch. In den vergangenen Jahren wurde mit neuen Teilen der Assassins Reihe neue Funktionen hinzugefügt, die größtenteils noch aus anderen Spielen stammen. Dadurch fühlt sich Assassins Creed nicht mehr so einzigartig an. Dies trifft auch auf Assassins Creed Odyssey zu. Im Folgenden werden Gameplay, Story, Sound und Grafik näher beschrieben.

Vorgeschichte

Bevor das eigentliche Spiel los geht, startet der Spieler in der Rolle von König Leonidas, niemand anderes als der König von Sparta. So ist es auch die Schlacht bei den Thermopylen, jener legendären Schlacht, bei denen die Griechen dem übermächtigen Heer der Perser gegenüberstehen. Den Ausgang der Schlacht kennt man aus dem Film 300. Zwar schlägt sich Leonidas mit seinen 300 Spartanern mehr als nur gut, der Truppenstärke von Perserkönig Xerxes hat er nach einem Verrat in den eigenen Reihen aber nichts mehr entgegenzusetzen. In Assassins Creed Odyssey lernt man als Spieler in der Schlacht der Thermopylen die ersten Spielmechaniken. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich der Kampf. Warum ausgerechnet die Schlacht bei den Thermopylen und König Leonidas als Spielcharakter genommmen wurde, das wird einem erst im Laufe des Spiels klar …

König Leonidas in der Schlacht bei den Thermopylen
König Leonidas in der Schlacht bei den Thermopylen

Odyssey versetzt den Spieler in einer turbulenten Zeit für Griechenland und zwar nicht in der Rolle von König Leonidas, sondern dem Söldner Alexios (oder wahlweise Kassandra, je nachdem ob man sich für einen männlichen oder weiblichen Spielcharakter entschieden hat). Athen befindet sich inmitten eines gewaltsamen Krieges mit Sparta. Die Hintergrund- und Vorgeschichte der Charaktere dreht sich viel im Geheimgesellschaften und Blutlinien. Die Vorgeschichte wird durch kleine Video-Sequenzen gezeigt, die nicht zu lang sind und das Spielerlebnis beeinträchtigen. Spieler verbringen die meiste Zeit in einem detailgenauen alten Griechenland.

Nach Leonidas von Sparta darf man als Spieler zwischen Alexios oder Kassandra als spielbaren Charakter entscheiden
Nach Leonidas von Sparta darf man als Spieler zwischen Alexios oder Kassandra als spielbaren Charakter entscheiden

Story

Die Story ist erst einmal nichts besonderes, was sie aber interessant macht, ist, dass Spieler die Charakterentwicklung individuell durch Entscheidungen im Spiel steuern und ändern können. So können sich z.B. die Überzeugungen des Charakters im Laufe des Spiels ändern. Im Vergleich zu Origins, in dem diese Charakterentwicklung ebenfalls durch Entscheidungen im Spiel gesteuert wurden, ist die Umsetzung im neuen Teil aber nicht so gut gelungen. Es fühlt sich nicht so bedeutungsvoll und tiefgründig an, wie in Origins. Durch emotionale Entscheidungen in gewissen Situationen und Missionen wird das Spielerlebnis enorm gesteigert. In vielen Situationen ist die moralisch richtige Entscheidung typischerweise mit einem ausgedehnten Kampf verbunden. Es werden im neuen Teil auch Romantikoptionen eingeführt. Mit Origins hat sich Assassins Creed bereits zu einem richtigen Rollenspiel entwickelt. Es hilft, dass das Spiel dem Spieler einen so sympathischen Charakter gibt, den man entwickeln kann.

Gameplay

Neben vielen neuen Funktionen und Quests hat sich auch das Gameplay etwas verändert. Der Seekampf von Assassins Creed Black Flag kehrt zurück, ebenso wie der auf Beute und Fertigkeiten ausgerichtete Kampf von Origins. Spieler werden viel Zeit in Menüs verbringen, um ihre Ausrüstung und Fähigkeiten zu verbessern. Es gibt auch eine neue Funktion, die an das „Nemesis“ -System aus Mittelerde erinnert: Shadow of Mordor, in dem Söldner Spieler jagen, es sei denn, sie werden zuerst erledigt. Die Söldner erscheinen oft zu den schlimmsten Zeiten und verfolgen einen, während man sich mitten in einem völlig anderen Kampf befindet.

Schiffkampf in Assassin’s Creed Odyssey
Schiffkampf in Assassin’s Creed Odyssey


Eine weitere Neuheit ist der Geheimbund oder auch der “Kult des Kosmos“. In diesen Bereich werden Spieler viel Zeit investieren, nach Hinweisen suchen, damit sie die bösen Mitglieder des Spiels jagen und töten können. Es ist eine schöne Idee, obwohl es viele Kultmitglieder gibt, und es kann nach einer Weile langweilig werden. Beim Durchstreifen des Geländes werden Spieler schnell merken, dass die wilden Tiere etwas zu aggressiv und wild sind. Es ist keine Seltenheit, dass Spieler auf dem Weg zur eigentlichen Mission eine Schar von wilden Tieren töten müssen, um das Ziel zu erreichen. Dies erinnert ein wenig an das Gameplay von Far Cry.

Das neue Assassins Creed hat einige innovative Ergänzungen eingefügt, die nicht alle zum eigentlichen Charakter der Spielereihe passen. Es gibt nicht viel an Odyssey, was eindeutig an Assassins Creed erinnert. Die Attentate fühlen sich wie Stealth-Missionen in jedem anderen Open-World-Spiel an. In vielen Missionen müssen Spieler keine Kapuze tragen, was normalerweise das Markenzeichen des Games ist. Dies liegt vor allem am neuen Ausrüstungssystem, durch das der Charakter häufig in einer spartanischen Rüstung durch die Open-World Welt läuft.

Grafik

Genauso wie sein Vorgänger überzeugt Odyssey mit einer Open-World Spielwelt mit wunderschönen Grafiken, Landschaften und einem Wechsel von Tag und Nacht. Die Lichtverhältnisse und die Beleuchtung sind realistisch und bieten dem Spieler eine gute Weitsicht mit hochwertigen Konturen und Texturen von Gegenständen, Menschen und Objekten. Die Mimiken und Gestiken der Charaktere sind etwas steif, aber immer noch flüssig und passen in das Gesamtbild des Spiels.


Das dargestellte Griechenland überzeugt optisch und grafisch den Spieler, sodass man voll in die Spielwelt eintauchen kann. Die Grafik ist im Vergleich zum Vorgänger Origins genauso gut, in ein paar Punkten etwas besser. Die Einstellungen im Grafikmenü ähneln ebenfalls seinem Vorgänger und Spieler können zwischen fünf Presets die individuellen Grafikeinstellungen wählen. Des Weiteren können weitere Feinheiten im Grafikmenü umgestellt werden.
Es gibt sogar einen fps-Verlauf, damit Spieler live die Werte einsehen können. Das Menü für grafische Einstellungen bietet im Vergleich zu Origins weitere Feinheiten und gehört zu den Spielen mit den besten Einstellungsmöglichkeiten auf dem Markt.

Beeindruckend ist die Tiefe der Welt in dem Spiel. Sie ist absolut riesig und die Detailgenauigkeit ist atemberaubend, besonders wenn Spieler sich irgendwann auf den Weg in größere Städte wie Athen machen.
So lädt die Welt dazu ein, sie auch ohne Aufgaben zu erforschen. Die Grafik ist einzigartig und im Vergleich zu den bisherigen Teilen unerreicht.

Assassins Creed Odyssey weiläufige Optik

Sound- und Audio-Qualität

Die Sound- und Audio-Qualität bei Assassins Creed Odyssey ist innovativ und hochwertig. Spieler können im Menü kleinste Details im Soundsystem einstellen, um das perfekte Spielerlebnis zu bekommen. Die Stimmen in den Sequenzen sind sehr klar und die Umgebungsgeräusche (z.B. beim Laufen, Soundeffekte von Bäumen und Büschen, usw.) detailgenau und ebenfalls sehr klar zu verstehen.

Fazit

Open-World Games werden in der aktuellen Gaming-Branche unter den Spielern immer beliebter. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Assassins Creed Odyssey seinen Spielern etwas Neues und Einzigartiges bieten möchte. Die Tiefe des Spiels und die vielen Möglichkeiten fühlen sich sehr gut an und erzeugen etwas, dass es bei Assassins Creed Spielen bisher noch nicht gab. Allerdings werden viele Alleinstellungsmerkmale der Spielereihe vergessen oder nehmen nur noch einen sehr kleinen Part ein, sodass sich Spieler, die die Reihe seit Beginn kennen, nicht mehr sicher sind, ob es sich wirklich um ein Assassins Creed Teil handelt.

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